Frauenfußball

In der zweiten Halbzeit fehlt die Kraft – 1. FFC unterliegt mit 0:3

Eine Halbzeit lang hielt Frauenfußball-Regionalligist 1. FFC Recklinghausen im Testspiel gegen den Zweitligisten FSV Gütersloh ordentlich mit. Doch am Ende gab es eine 0:3 (0:0)-Niederlage.
Neuzugang Sophia Röttges zeigte in ihrem ersten Spiel im Dress des 1. FFC Recklinghausen, dass sie eine Verstärkung sein kann. © Jochen Börger

Ja, diese Niederlage war verdient – doch nein, letztlich spiegelte das 0:3 (0:0) von Frauenfußball-Regionalligist 1. FFC Recklinghausen im Testspiel gegen den FSV Gütersloh nicht ganz den Spielverlauf wider. Dennoch mussten Trainerin Laura Neboli und ihr Team konstatieren, dass mehr nicht drin war. Vor allem, weil mit zunehmender Spieldauer einfach die Kraft fehlte.

Seit einer Woche befinden sich die FFC-Frauen erst wieder im Training. Das wurde vor allem in den letzten 20 Minuten deutlich, als Gütersloh immer mehr dominierte und den Sieg sicherstellte. FFC-Kapitän Anna-Lena Klos unterlief nach 70 Minuten ein Eigentor zur Führung der Gäste, in der Schlussphase machte der FSV dann alles klar mit den Treffern der eingewechselten Noreen Günnewig (84.) und durch Isabelle Wolf (88., Foulelfmeter).

Rote Karte für FSV-Coach Steffen Enge

Längst zu den Akten gelegt war da auch eine Szene, die Mitte der zweite Halbzeit für etwas Aufregung sorgte. FSV-Coach Steffen Enge, zu DDR-Oberliga-Zeiten einst für den 1. FC Union Berlin aktiv, beschwerte sich über die seiner Meinung nach zu harte Spielweise von FFC-Akteurin Meltem Karadag. Das gefiel Schiedsrichter Dominic Nosing ganz und gar nicht. Und als sich Enge dann noch ein zweites Mal beschwerte, sah der Coach die Rote Karte.

Torhüterin Lisa Czora in guter Verfassung

Vor der Halbzeit besaßen die Gäste ebenfalls schon gute Möglichkeiten, scheiterten aber entweder wie Jennifer Moses nach 15 Minuten an der Latte oder an der gut aufgelegten FFC-Torhüterin Lisa Czora, die sich vor allem auf der Linie in starker Verfassung präsentierte. Auf der Gegenseite versuchte es die Neboli-Elf vornehmlich mit langen Bällen in die Spitze auf Chiara Tat, die allerdings oftmals auf sich allein gestellt war.

Meniskus-Anriss bei Amai Matsumoto

Mit Sophia Röttges und Melissa Schulz standen zwei Neuzugänge in der Recklinghäuser Startformation. Vor allem die Ex-Duisburgerin Röttges zeigte, dass sie zu einer Verstärkung werden kann. Freilich konnte Laura Neboli noch nicht alle Spielerinnen einsetzen. Amai Matsumoto hat sich jüngst einen Meniskus-Anriss zugezogen und muss in der Vorbereitung nun erstmal kürzertreten. Und Besjana Recica, die dem Vernehmen nach auch das Interesse des Zweitliga-Absteigers und zukünftigen Ligakonkurrenten DSC Arminia Bielefeld geweckt haben soll, befindet sich noch im Urlaub.

Schon am Mittwoch (28. Juli) steht für den 1. FFC das nächste Testspiel auf dem Programm. Um 18.45 Uhr ist Anpfiff beim Regionalliga-Konkurrenten SpVg. Berghofen.

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