Fußball

Starkes Kollektiv und cleverer Petrovic – FC 96 gewinnt das Top-Spiel

A-Kreisligist FC 96 Recklinghausen hat das Schlagerspiel gegen den SV Hochlar 28 verdient mit 4:1 gewonnen und die Tabellenführung zurückerobert.
Dejan Petrovic (r.) traf zweimal im Top-Spiel für den FC 96 gegen den SV Hochlar 28. © Jochen Börger

Einer allein, und mag der Mann noch so gut in Form sein, kann auch ein Spitzenspiel in der Kreisliga A nicht entscheiden. Über Dejan Petrovic und den FC 96 Recklinghausen wird gerne viel erzählt und geschrieben.

Ja, der Stürmer erzielte beim 4:1 (1:0) gegen den SV Hochlar 28 wieder einmal zwei Treffer. Aber sein Trainer Mykola Makarchuk hatte nach dem verdienten Sieg gegen den Ortsnachbarn eine ganz andere Erklärung parat. „Es wächst eine Mannschaft zusammen. Und deshalb geht dieser Sieg auch in Ordnung.“

„Haben zu wenig dagegengehalten“

Widersprechen wollte da niemand im Stadion Hohenhorst nach 90 Minuten. Auch Makarchuks Pendant Thomas Mlodoch nicht, der die Niederlage zwar als zu hoch empfand, aber ebenfalls die Dominanz des FC 96 anerkannte. „Wir haben uns viel mehr vorgenommen, waren aber nicht in der Lage, vor allem im Zentrum dagegenzuhalten.“ Mit seiner Analyse, dass mindestens ein Treffer der Gastgeber aus höchst abseitsverdächtiger Position fiel, lag Mlodoch zwar nicht falsch, sie sollte aber gar nicht als Hauptgrund herhalten. „Der Sieg des FC geht in Ordnung“, so Mlodoch.

Stephane Ebbert gelingt die Führung

Von Beginn an agierten die Grün-Gelben vor allem im Mittelfeld giftiger. Und die Leistung des Kollektivs, die Makarchuk hervorhob, macht sich an mehreren Spielern bemerkbar, die abseits eines Dejan Petrovic für Schwung sorgten oder einfach den Laden zusammenhielten. Fabian Mackowiak ist ein Beispiel, aber auch Stephane Ebbert, der in der ersten Halbzeit ein ums andere Mal für Gefahr sorgte und nach 17 Minuten belohnt wurde. Nach einem Eckball stieg Ebbert zum Kopfball hoch, in der Hochlarer Verteidigung gab es in dieser Szene keine vernünftige Zuordnung – und Ebbert nickte unhaltbar für Keeper Shpend Avdyli zur Führung ein. Erst danach kamen die Gäste etwas besser auf, richtige Torgefahr entwickelten sie aber selten.

Doppelschlag nach der Pause

Effektiver wie in den ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff hätte der FC 96 dann kaum noch sein können. Nach 50 Minuten war das Schlagerspiel praktisch entschieden – und Petrovic besaß entscheidenden Anteil daran. Zunächst hatte er selbst das 2:0 auf dem Fuß, der Ball prallte aber dann noch irgendwie etwas kurios zu Tim Gilgner, der vollendete. Und mit dem nächsten Angriff folgte der dritte Streich – spätestens da konnten sich die Gastgeber bei allem Kollektiv-Gedanken doch darüber freuen, einen Petrovic in ihren Reihen zu haben. Der clevere Heber über Avdyli hinweg zum 3.0 war schönster Treffer des Tages. Weil es der Mann nur selten bei einem Treffer belässt, traf er nach 72 Minute noch einmal. Niklas Pluta per Foulelfmeter sorgte für den Ehrentreffer.

Der Abend in Recklinghausen

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.