Handball 3. Liga

Zwischenspurt bringt die PSV endgültig auf die Siegerstraße

Auf die Heimstärke ist bei der PSV Recklinghausen auch in dieser Saison Verlass. Gegen den Hannoverschen SC gab es am Sonntagabend in der Halle Nord einen 33:23 (12:12)-Erfolg.
Lara Janz hat freie Wurfbahn und trifft ins Tor von Hannover. © Olaf Krimpmann

„Ein bisschen zu hoch“ sei der Erfolg ja schon ausgefallen, meinte Trainer Daniel Schnellhardt. Aber wirklich zu meckern hatte der Übungsleiter nichts, was sollte er auch? Wer einen Gegner mit zehn Treffern auf Distanz hält, der ist nur schwer zu kritisieren. Dabei hatte auch Daniel Schnellhardt vor Anwurf sich gefragt: Was würde die Reaktion seiner Mannschaft sein auf die deutliche Klatsche in der Vorwoche in Ibbenbüren (24:35)?

Schnellhardt konnte schnell beruhigt sein, seine Sieben nahm die Aufgabe Hannover mit der nötigen Seriosität an. Zwar hatten die Gäste aus Niedersachen nicht ihre groß gewachsene Kreisläuferin mit im Bus, vor der Schnellhardt im Vorfeld gewarnt hatte, aber doch ein großes Kämpferherz im Gepäck.

Hannover zeigt ein großes Kämpferherz

Zwar legte Recklinghausen frühzeitig ein 10:5 vor (21.), Hannover ließ sich aber nicht abschütteln. Zur Halbzeit war das Spiel wieder vollkommen offen (12:12), was aber eben auch daran lag, dass die PSV mit ihren Chancen schluderte und Iris Schultz mehr als einmal in höchster Not retten musste.

Das Bild änderte sich nach der Halbzeit. Von 12:12 zog die PSV schnell auf 15:12 davon, aber wieder hatte Hannover die Antwort parat: Nach 38 Minuten führte der Gast erstmals (16:17) in dieser Partie. Recklinghausen blieb aber sachlich und schaltete einen Gang höher. Ein Zwischenspurt zwischen der 39. und 45. Minute brachte die Entscheidung: Aus einem 16:17 hatte die PSV in dieser Phase eine 23:18-Führung erzielt. Entscheidenden Anteil daran hatte Lara Janz, die nun eine hundertprozentige Trefferquote aufwies.

Matchplan geht auf, die PSV ist im Soll

„Die ganze Mannschaft hat heute eine konzentrierte Leistung gezeigt“, lobte Daniel Schnellhardt. „Der Matchplan ist aufgegangen. Das war nach dem Spiel in Ibbenbüren die richtige Reaktion.“ Intern hatte der Trainer bereits mit einer Ausbeute von vier Punkten aus den ersten drei Spielen kalkuliert, auch diese Rechnung ist jetzt aufgegangen.

Am kommenden Wochenende steht die Fahrt zum SC Kirchhof an, die kann die PSV nun in aller Ruhe angehen. Nur noch so ein Desaster wie in Ibbenbüren möchte der Trainer nicht noch einmal erleben, der noch am Sonntagabend auf die Euphoriebremse trat: „Heute können wir uns freuen, am Montag geht die Arbeit weiter.“

PSV Recklinghausen: Schultz, Vietor, Pape – Schmidhuber (4), Krüger (5), Küppers (2), Klüsener (3/2), Benthaus (2), Funke (1), Janz (6/3), Kegelmann, Fricke (1), Schmidt (1/1), Fagin, Stens (5).

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