Frauenfußball

Der Pokal ist passé für den FFC – die Meisterschaft noch nicht

Frauenfußball-Regionalligist 1. FFC Recklinghausen steht vor einem spannenden Monat Mai. Zwar steht fest, dass der Westfalenpokal beendet ist. Doch bei der Meisterschaft sieht es anders aus.
Laura Neboli, Trainerin des 1. FFC Recklinghausen. © Jochen Börger

Der Pokal hat eben auch in Zeiten der Pandemie seine eigenen Gesetze. Frauenfußball-Regionalligist 1. FFC Recklinghausen hatte wirklich nicht mehr ernsthaft daran geglaubt, dass der Westfalenpokal in dieser Saison hätte durchgeführt werden können.

Jetzt steht die Entscheidung fest: Der Wettbewerb für die Saison 2020/2021 ist abgebrochen. Ursprünglich hätte das Recklinghäuser Team von Trainerin Laura Neboli bereits Ende Oktober in der ersten Runde beim Landesligisten SpVg. Vreden antreten sollen, doch schon diese Partie konnte nicht ausgetragen werden.

Nun wird der Teilnehmer für die DFB-Pokal-Hauptrunde der Frauen in 2021/2022 Mitte Juni durch den Verbands-Fußball-Ausschuss ausgelost.

Nur zwei Spiele konnten stattfinden

Ganze zwei Begegungen konnten im Oktober 2020 in der ersten Runde des Frauen-Westfalenpokals noch ausgetragen werden. Der SV Fortuna Fröndenberg setzte sich mit 4:0 bei Borussia Dröschede durch, zudem gewann Wacker Mecklenbeck mit 1:0 beim SV Germania Hauenhorst. Das war es schon, die weiteren 14 Begegnungen fielen der Corona-Pandemie zum Opfer – so auch das Gastspiel der Recklinghäuserinnen in Vreden.

Wird die Regionalliga noch fortgesetzt?

Zweifelsohne hat der Pokal in diesen Tagen rund um das Stadion Hohenhorst eher untergeordneten Charakter. Denn wie es für den aktuellen Tabellendritten der Regionalliga West im Meisterschaftsbetrieb weitergeht, ist noch offen

Die Faktenlage: Offiziell abgebrochen ist die Regionalliga West bei den Frauen nämlich noch nicht. Sie unterliegt anderen Gesetzmäßigkeiten als der „klassische“ Amateurfußball, ist eng verzahnt mit der 2. Bundesliga, aus der sechs Teams (jeweils drei aus den Staffeln Nord und Süd) absteigen würden. Ergo sollen die Regionalligisten Aufsteiger ermitteln.

Fragt sich nur, auf welchem Weg das noch geschehen kann. „Alles ist offen“, sagt auch Roland Leroi, Sprecher des zuständigen Westdeutschen Fußballverbandes. Bis Mitte Mai muss eine Entscheidung gefallen sein. Möglicherweise gibt es – auf welchem Wege auch immer – noch einen Qualifikations-Wettbewerb aller Teams, die die 2. Bundesliga im Visier haben.

Es gilt das „Prinzip Abwarten“

Wer letztlich aber wirklich den Hut in den Ring wirft, auch bei der Antwort darauf bleibt nur das „Prinzip Abwarten“. Kann ein solcher Wettbewerb aber nicht mehr durchgeführt werden, muss letztlich die Koeffizienten-Regelung greifen, um den Meister der Staffel West zu ermitteln.

Eine Entscheidung bis Mitte Mai ist auch deshalb zwingend notwendig, weil zwei Aufstiegsspiele zwischen dem Meister aus dem Westen und dem Südwesten bereits ab dem 13. Juni terminiert sind.

Lesen Sie jetzt