Fußball

Die Krönung an der Torwand bleibt Kim Völkels Derbytreffer verwehrt

Mit einem Traumtor hat Kim Völkel vom FC Marl im September 2020 das Derby beim VfB Hüls entschieden. An der Torwand im Aktuellen Sportstudio traf er Samstagnacht aber nicht ins Schwarze.
An der Torwand ohne Treffer: Kim Völkel hier bei einem Strafstoß für den FC Marl. © Archiv

Wenn das nicht der Moment für eine der ältesten Floskeln der Sportberichterstattung ist: Es hat nicht sollen sein. Zweimal traf Kim Völkel den „Pfosten“, und unten rechts „lugte“ der Ball einmal schon durch die Öffnung der Torwand im Aktuellen Sportstudio des ZDF. Aber das Runde wollte einfach nicht – in diesem Fall – ins Runde. Künstlerpech.

Dem 23-Jährigen, der mit seinem Traumtor für den FC Marl aus fast 30 Metern das Bezirksliga-Derby beim VfB Hüls im September 2020 entschied, blieb damit die Krönung seines Treffers versagt. Zuvor hatte sich der Mittelfeldspieler in einem Voting des Internetportals „Fussball.de“ mit seinem mächtigen Schuss klar durchgesetzt.

Ein Treffer hätte gelangt

Vielleicht hätte er doch auf seinen Vater hören sollen: Der alte Oberliga-Recke und erfahrene Trainer Kalle Völkel hatte kurz vor der Sendung im Scherz 16-Millimeter-Stollen-Schuhe empfohlen. Sein Sohn versuchte es mit weißen Sneakers.

Gelegenheit zum Üben hatte Kim Völkel übrigens nicht. „Ich wüsste auch gar nicht, wo eine Torwand steht“, so im Vorfeld der Marler, der so gern einen Ball versenkt hätte. Das hätte in der Nacht zu Sonntag gelangt, um dem FC Marl einen frischen Trikotsatz auf TV-Kosten zu bescheren. Denn auch bei Völkels Gegner Rainer Koch stand die Null.

Bekenntnis zu den „Blauen“

Aus aktuellem Anlass hatte das Sportstudio den für die Amateure zuständigen Vizepräsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingeladen, um über die Turbulenzen im Verband Auskunft zu geben. Das nahm so viel Zeit in Anspruch, dass Kim Völkel als echtem Hobbykicker keine Zeit blieb, etwas zur Lage des Amateurfußballs zu sagen.

So blieb nur Raum für ein knappes Bekenntnis zu Schalke 04 und zum Lieblingsspieler Ebbe Sand. Seltsam, wunderte sich Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein, sonst hätten doch Fußballer für gewöhnlich gerade Lewandowski oder Messi zum Vorbild. Getroffen hat Kim Völkel in Mainz nicht, aber er hat eben Geschmack. Bescheinigen ihm jetzt zumindest alle „Blauen“.

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