Fußball-Kreispokal

Etliche Derbys: Ging bei der Auslosung alles mit rechten Dingen zu?

Kann das Zufall sein? In der zweiten Runde des Krombacher-Kreispokals kommt es am kommenden Sonntag zu etlichen Stadtduellen. Ging da bei der Auslosung alles mit rechten Dingen zu?
Ein glückliches Händchen bei der Auslosung zum Krombacher-Kreispokal bewiesen (v.l.) Muarem Gürbüz, Erhard Korinth, Hans-Otto Matthey, Andreas Mermann, Uwe Matecki, Susanne Wilke, Carsten Juraschek und Franz-Josef Humme. © Christine Horn

In Runde zwei warten am kommenden Wochenende etliche Derbys auf die Amateurfußballer im Kreis. Der SC Herten freut sich aufs Duell gegen BW Westfalia Langenbochum, wie der SuS Polsum auf den FC Marl. An der Langen Wanne empfängt der SSC Recklinghausen mit dem FC Leusberg den Nachbarn aus der Südstadt. Zeitgleich kämpfen auch noch der SV Hochlar und FC/JS Hillerheide um den Einzug in Runde drei. Dazu stehen sich in Waltrop die Kicker vom FC Spvgg. Oberwiese und Teutonia SuS gegenüber, die sich auch sonst das Sportzentrum Nord an der Friedhofstraße teilen. Die Liste der Stadtduelle, die es in der zweiten Pokalrunde gibt, ließe sich noch um weitere Partien ergänzen. Da sei die Frage gestattet, ob da bei der Auslosung ein paar Kugeln vielleicht „vorgewärmt“ waren.

Pokal-Auslosung findet öffentlich statt

„Ich kann alle beruhigen. Die Auslosung ist wie immer absolut korrekt durchgeführt worden. Und sie war auch öffentlich“, versichert der Kreisvorsitzende Hans-Otto Mathey. „Selbstverständlich wurden die Partien korrekt ausgelost“, sagt auch Andreas Mermann, Chef im Kreisfußballausschuss und Spielleiter des Kreispokals. „Richtig ist, dass wir die Klubs für die ersten drei Runden in regionale Töpfe aufteilen. Damit wollen wir verhindern, dass eine Mannschaft aus Waltrop in einer der ersten Runden in den Raum Borken fahren muss.“ Dass es am kommenden Wochenende zu den vielen attraktiven Derbys kommt, sei aber purer Zufall. Für den Fußball im Kreis ein ziemlich glücklicher, wie Mermann meint. Die Spiele sollten für viel Betrieb auf den Sportanlagen sorgen.

Vereine hoffen auf ein paar Zuschauer mehr

Das glaubt auch Uwe Matecki, Vorsitzender von SW Röllinghausen, der vor drei Wochen bei der Pokal-Auslosung in der Kreis-Geschäftsstelle dabei war. „Wir haben uns schon da köstlich amüsiert als wir die möglichen Duelle in der zweiten und auch dritten Runde gesehen haben“, sagt Matecki. „Für die Vereine ist es doch was richtig Schönes. Da kommen wenigstens ein paar Zuschauer mehr auf den Platz“, hofft auch der langjährige Funktionär.

Röllinghausen hofft auf Duell gegen Suderwich

Uwe Matecki selbst ließ sich am Sonntag das erste Pflichtspiel der Röllinghäuser seit über acht Monaten natürlich nicht entgehen. Und im Stimberg-Stadion, wo der FC 26 Erkenschwick aktuell seine Heimspiele austrägt, weil die Sportanlage am Steinrapener Weg derzeit modernisiert wird, wurde gleich einiges geboten. Röllinghausen verspielte in den letzten acht Minuten der regulären Spielzeit eine 4:1-Führung, setzte sich dann aber im Elfmeterschießen doch noch durch. In Runde zwei geht es am kommenden Sonntag erneut an den Stimberg. Die Schwarz-Weißen müssen zum Ligarivalen GW Erkenschwick. Besonders motiviert werden müssen beide Teams sicher nicht, denn auch der Gegner in Runde drei (SG Suderwich oder RW Erkenschwick) hat Derby-Potenzial.

Erkenschwick kampflos in Runde drei

Insgesamt hatten 76 Mannschaften in diesem Jahr für den Krombacher-Kreispokal im Kreis Recklinghausen gemeldet. 52 Teams kamen per Freilos in Runde zwei, steigen also erst am kommenden Sonntag in den Wettbewerb ein. Die Spvgg. Erkenschwick hat kampflos Runde drei schon erreicht, weil die Spvgg. 95/08 Recklinghausen auf die Begegnung mit dem Westfalenligisten verzichtet hat. Und auch A-Ligist ETuS Haltern gehört bereits zu den letzten 32 Mannschaften. Im vorgezogenen Zweitrundenspiel besiegte der A-Ligist Eintracht Erle mit 2:1.

Drei Pokalrunden in nur drei Wochen

Mit Blick auf steigende Inzidenzen und in Sorge über eine mögliche nächste Corona-Welle hat der Kreis den Pokal-Wettbewerb in diesem Jahr terminlich deutlich gestrafft. Drei Runden an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen, das gab es noch nie. Doch das stramme Pokal-Programm in den drei Wochen vor dem Start in den Ligaspielbetrieb am 29. August hat auch Potenzial für echte Aufreger, wie auch Hans-Otto Matthey zu bedenken gibt.

Es komme gerade in der Wechselperiode I immer mal vor, dass die Vereine in den Pokalspielen noch nicht spielberechtigte Neuzugänge einsetzen, ohne es zu wissen, sagt Matthey. „Weil es bei der Bearbeitung der Anträge auf Spielberechtigung oft zu Verzögerungen kommt und Fehler so erst später entdeckt werden.“ Wer in Pokalspielen eingesetzt wird, muss aber komplett spielberechtigt sein. Daher rät Matthey den Vereinen, im Zweifel lieber auf den Einsatz eines neuen Spielers zu verzichten.

Der Abend in Recklinghausen

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.