Handball

Königsblau rutscht erneut eine Liga runter

Nach den Fußballern steigen auch die Handballer des FC Schalke 04 ab - allerdings ist deren Gang in die nächsttiefere Klasse nicht rein sportlicher Natur.
Philipp Jacob, hier noch als Trainer des SV Westerholt, wird eine Pause einlegen und steht dem FC Schalke 04 II in der kommenden Saison nicht mehr als Trainer zur Verfügung. © Olaf Krimpmann

Wie die Königsblauen mitteilen, werden sie in der kommenden Saison mit ihrer ersten Herrenmannschaft in der Verbandsliga antreten und damit ein potenzieller Gegner der PSV Recklinghausen sein. Damit zieht sich der FC Schalke 04 wie erwartet aus der Oberliga zurück. Nachdem der auch finanziell in der Bredouille geratene Hauptverein die Zuwendungen für seine Abteilungen eingekürzt hatte, blieb den Schalker Handballern offenbar keine andere Wahl.

Ein Mix aus Routiniers und jungen Kräften

Etliche Kräfte werden den Verein verlassen, mit Linkshänder Lars Viermann und dem Ex-Westerholter Yannick Kliem wechseln mindestens zwei Spieler zum potenziellen neuen Liga-Rivalen PSV Recklinghausen.

Von einem Ausverkauf könne aber keine Rede sein, heißt es: Einige etablierte Kräfte wie Marcel Mackowiak, Matthias Bober und Max Gill, die zu den Königsblauen zurückkehren, wollen Verantwortung übernehmen. Auch Trainer Daniel van den Boom bleibt. Aufgefüllt werden soll der Kader mit Kräften aus der Zweitvertretung, die im vergangenen Sommer in die Landesliga aufgestiegen war.

Philipp Jacob legt am Saisonende eine Pause ein

Die „Zweite“ des FC Schalke 04 zieht sich ebenfalls freiwillig zurück, will in der kommenden Spielzeit 2021/2022 dann wieder in der Bezirksliga antreten. Das wird dann mit einem neuen Trainer passieren. Der bisherige Coach Philipp Jacob hatte bereits im Januar signalisiert, nicht mehr zur Verfügung zu stehen, für ihn ist am Saisonende vorerst Schluss.

„Ich werde im Juni zum dritten Mal Vater, da haben sich die Prioritäten in meinem Leben verschoben“, so der 36 Jahre alte Hertener, der seinen Klub trotz der Zäsur auf einem guten Weg sieht: „Ich denke schon, dass die vielen jungen Spieler an der Seite der erfahrenen Kräfte wachsen und sich gut entwickeln werden.“

Jacob selbst will seinen Spielerpass bei den „Königsblauen“ lassen. „Für den Fall der Fälle“, so der hauptberufliche Lehrer. „Man weiß nie, was die Zukunft bringt.“

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