Eishockey

Pech im Finale – Herner EV scheitert an den Hannover Scorpions

Knapper kann man kaum noch ausscheiden. Eishockey-Oberligist Herner EV hat das entscheidende dritte Endspiel in Hannover verloren. Es war eine dramatische Partie.
Patrick Asselin erzielte bei der Niederlage in Hannover zwei Tore selbst und war an allen weiteren HEV-Toren beteiligt. © Max Schneider/Herner EV

Der Traum vom Aufstieg in die DEL2 ist für Eishockey-Oberligist Herner EV ausgeträumt. Die Mannschaft von Trainer Danny Albrecht hat das dritte und entscheidende Playoff-Endspiel bei den Hannover Scorpions mit 6:9 (1:0/3:4/2:5) verloren.

Was für den HEV bleibt, ist die Erkenntnis, eine abwechslungsreiche Saison mit dem Gewinn der Vize-Meisterschaft erlebt zu haben. Die Scorpions treffen nun im Aufstiegsfinale auf die Selber Wölfe, den Meister der Oberliga Süd.

Von Beginn an war es in Hannover eine Partie auf Augenhöhe, die allerdings diesmal – im Gegensatz zu den ersten beiden Playoff-Partien – von zahlreichen Tormöglichkeiten geprägt war.

Führungstreffer durch Nils Liesegang

Richie Mueller traf für die Gäste früh den Pfosten, auf der anderen Seite musste Torhüter Björn Linda immer wieder eingreifen. In Überzahl sorgte Nils Liesegang für die 1:0-Pausenführung der Herner. Im zweiten Abschnitt konnten die Scorpions früh ausgleichen und kurze Zeit später auch in Führung gehen, doch dann spielte sich die erste Reihe des HEV kurzzeitig in einen Rausch.

Marcus Marsall traf zum 2:2, Patrick Asselin brachte Herne mit 3:2 in Front, Nils Liesegang legte das 4:2 nach. Der Sieg war für das Albrecht-Team greifbar nahe. Doch es sollte anders kommen.

Lücken in der Verteidigung

Immer unsicherer agierte die Herne Verteidigung und offenbarte zu große Lücken, sodass es zur zweiten Pausensirene 4:4 stand. Das Schlussdrittel begann der HEV dann in einer 5:3-Überzahl und Richie Mueller war es, der Herne schnell wieder mit 5:4 in Führung brachte. Zwar glichen die Scorpions noch mal zum 5:5 aus, doch zehn Minuten vor dem Ende erzielte Patrick Asselin das 5:6, erneut in eigener Überzahl. Und wieder stand der HEV kurz vor dem Triumph. Doch dann kam alles anders.

Patrick Schmid sorgt für die Wende

Sechs Minuten vor Schluss nahm sich Scorpions-Stürmer Patrick Schmid den Puck, zog an allen Herner Spielern vorbeizog und markierte den 6:6-Ausgleich. Als Andy Reiß zwei Minuten vor Schluss in Überzahl die Gastgeber wieder in Führung brachte, wendete sich das Blatt.

Nach der Partie übergab DEB-Ligenleiter Markus Schubert die Medaillen an den HEV und den Pokal an die Scorpions.

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