Börste

Reiter und Pferde scharren mit den Hufen

Der Start in die Grüne Saison hat sich pandemiebedingt verzögert: Am kommenden Wochenende (12./13. Juni) - zwei Monate später als gewohnt - ist im Kreis wieder Turniersport möglich.
Springsport für die Amateure (im Bild Magdalena Weßels vom LRFV Recklinghausen) und Fragoli in einem A-Stilspringen) gibt es am Wochenende in Börste - auch wenn Zuschauer nicht zugelassen sind. (Archivbild) © Olaf Krimpmann

Der Ländliche Zucht-, Reit- und Fahrverein Recklinghausen richtet ein zweitägiges Springturnier aus – ohne Zuschauer und großes Brimborium. „Es wird Zeit, dass es wieder losgeht. Die aktuellen Inzidenzzahlen lassen ein kleines, spontanes Turnier zu“, sagt Manfred Stübbe, der Recklinghäuser Vereinsvorsitzende.

Bereits im vergangenen Sommer hatte der Verein von der Lindenstraße ein kleines, damals sogar nur eintägiges Turnier veranstaltet. Mit großem Erfolg: Die Nennungen gingen durch die Decke. Das wäre mit Sicherheit auch für das kommende Wochenende der Fall gewesen, allerdings hat der Verein in seiner Ausschreibung die Teilnehmerzahlen begrenzt.

Geht das Konzept auf, folgt schnell ein zweites Turnier

Ohnehin gilt das Turnier als ein erster Testlauf. Stübbe: „Sollte das Konzept funktionieren, planen wir noch vor den Sommerferien mit einem weiteren Turnier, dann sind die Dressurreiter an der Reihe.“

Inwieweit der Verein aus dem Ortsteil Börste in der Lage ist, sein traditionelles, dreitägiges Sommerturnier Mitte August auszurichten, ist allerdings noch lange nicht absehbar. Eine klare Aussage will der Vorsitzende zu diesem Zeitpunkt nicht treffen, denn zu viele Faktoren sind zu unsicher. Stübbe: „Aktuell lassen die Inzidenzzahlen eine kleine Veranstaltung zu, wie sie im August aussehen, kann niemand absehen. Jetzt nutzen wir, wenn man das so sagen kann, die aktuell gute Situation aus.“

Keine Zuschauer und kein Kuchenzelt

Die Vorgaben für das Wochenende sind streng: Zuschauer sind keine zugelassen, jeder Teilnehmer darf auch nur einen Helfer mitbringen. Alle Teilnehmer müssen auf eine umfangreiche Gastronomie wie ein großes Kuchenzelt verzichten. Sämtliche bekannten Hygienevorschriften sind strikt einzuhalten. Das Turnier richtet sich an Amateurreiter, die bislang zur Untätigkeit gezwungen waren. „Nicht nur die Pferde, auch die Reiter scharren mit den Hufen“, sagt Manfred Stübbe.

Verband passt sich an und genehmigt schnell

Die Felder für die insgesamt zehn Prüfungen seien binnen kurzer Zeit voll gewesen. Im Angebot hat der Klub aus Börste Stilspring- und Springprüfungen der Klassen A bis L, wobei zum Turnierabschluss am Sonntag immerhin ein M*-Springen mit Stechen schon die etwas ambitionierteren Reiterinnen und Reiter lockt.

Immerhin spielt in der aktuellen Situation auch der Verband mit: Normalerweise müssen Turnierausschreibungen immer drei Monate im Voraus veröffentlicht sein. „Der Verband hat sich angepasst, in diesen Zeiten ist alles auch sehr kurzfristig möglich“, sagt der Vorsitzende. Anders sei aus der relativ spontanen Idee in Recklinghausen wohl auch nichts geworden.

Lesen Sie jetzt