Notarzt-Einsatz in Röllinghausen

VfB-Torwart bricht auf dem Spielfeld zusammen

Im Spiel bei SW Röllinghausen war Tim Ressemann, Torwart des VfB Waltrop, zunächst mit einem Gegenspieler zusammengeprallt. Der Keeper spielte 20 Minuten weiter, brach dann aber zusammen.
Waltrops Torwart Tim Ressemann wurde vom Notarzt versorgt und dann ins Krankenhaus gebracht. © Ronald Brendel

„Es war eine Ecke, Tim unterlief den Ball, lief rückwärts und stieß dann mit seinem Gegenspieler zusammen. Das war eine normale Strafraum-Aktion“, berichtete VfB-Vorsitzender Friedhelm Finzel auf Nachfrage nach dem Spiel. „Er hatte dabei einen Schlag in den Nacken bekommen“, erläuterte Matthias Heyden, der gemeinsam mit Marcel Wagner den verreisten Coach Yücel Özdemir an der Linie vertrat.

Tim Ressemann habe dann weitergespielt, alles schien in Ordnung, wie Heyden berichtete, ehe der Torwart dann 20 Minuten nach dem Zusammenprall in der 87. Minute zusammenbrach. „Er war dann zum Glück schnell wieder bei Bewusstsein“, schilderte Heyden. Sie alle hätten sich bemüht, ihn bis zum Eintreffen des Notarztes und des Rettungswagens rund zehn Minuten später immer wieder anzusprechen.

Den Schock in den Gliedern, entschieden sich beide Mannschaften dafür, die Partie abzubrechen. „Doch der Schiri sagte, dass das nicht ginge“, so Heyden. Der Mann an der Pfeife war Bruno Krause. Als Tim Ressemann medizinisch versorgt und ins Hospital gebracht wurde, spielten sich beide Mannschaften den Ball nur noch locker zu.

Kurz nach 19 Uhr gab es zum Glück Entwarnung.

Die Ärzte hatten eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert, der VfB-Schlussmann war bereits auf dem Weg nach Hause.

Auch Almenröder war im Krankenhaus – doch hier gibt es Entwarnung

Mit Pascal Almenröder musste sich am Sonntag noch ein zweiter Spieler des VfB Waltrop im Krankenhaus untersuchen lassen. Ihm war nach rund 30 Minuten ein Gegenspieler auf die Hand getreten. „Zunächst spielte er weiter, doch in der 65. Minute wurden ihm schwindelig und schlecht, musste ausgewechselt werden“, so Heyden. Um 18.15 Uhr kam in seinem Fall Entwarnung: „Die Hand ist geprellt, aber nicht gebrochen“, berichtete der Trainer.

Dass der VfB Waltrop – der bis dahin beide Saisonspiele gewonnen hatte – die Partie mit 1:5 verlor, geriet zur Nebensache. Jan-Philipp Griegel (26.), Ezra Egole (32., 37., 69.) und Nico Isenbort (50.) hatten für SW Röllinghausen getroffen, Marcel Droste gelang der Ehrentreffer in der 85. Minute für den VfB.

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