Nach Hochwasser

Angst vor Superspreading-Events im Krisengebiet: Bus bietet Corona-Impfungen im Ahrtal an

In den Katastrophengebieten können Helfer und Betroffene nicht immer die Corona-Schutzmaßnahmen einhalten. Die Sorgen dort sind andere. Jetzt gibt es ein besonderes Angebot für Impfwillige.
Im Ahrtal können sich die Menschen jetzt in einem Bus gegen das Coronavirus impfen lassen. © Friso Gentsch/dpa/Illustration

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Corona-Pandemie im Katastrophengebiet haben Landesregierung und Kreisverwaltung im Ahrtal einen Impfbus gestartet. Ohne Anmeldung für einen Termin können sich Bewohner der Region dort impfen lassen, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Mainz mitteilte.

In dem Bus gibt es auch die Möglichkeit zu Corona-Schnelltests. Impfen und Testen seien die beiden wichtigsten Vorkehrungen gegen eine Zunahme von Infektionen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. „Angesichts einer Infrastruktur, die so schwer beschädigt ist, ist die Gefahr da.“

Der Bus des Impfzentrums Koblenz sollte am Dienstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit den dezentralen Impfungen starten. Dabei kommen die Impfstoffe von Biontech sowie von Johnson und Johnson zum Einsatz.

Schutzmaßnahmen können nicht immer eingehalten werden

In der Katastrophenhilfe werde „notwendigerweise Hand in Hand“ gearbeitet, „oftmals ohne Corona-Schutzmaßnahmen umfänglich einhalten zu können“, erklärte Staatssekretär Denis Alt (SPD).

„Mit Impfungen und Schnelltests wollen wir den Betroffenen und den zahlreichen Helferinnen und Helfern ein unbürokratisches Schutzangebot machen, um so die Pandemie im Katastrophengebiet im Griff zu behalten.“

Der Staatssekretär rief dringend alle bisher noch ungeimpften Erwachsenen im betroffenen Gebiet auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. In ganz Rheinland-Pfalz waren bis Montag 46,4 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Lesen Sie jetzt