Keine Reisewarnung mehr: RKI streicht 33 Länder von Hochrisikogebiete-Liste

33 Länder wurden von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen. Einreise sowie Rückreise ist in diesen Ländern nun wieder einfacher möglich. © picture alliance/dpa
Lesezeit

Lange war die Risikogebieteliste des Robert Koch-Institutes nur länger geworden – zeitweise standen 155 Länder darauf. Nun streicht die deutsche Bundesregierung den Status auf einen Schlag für 33 vor allem afrikanische Länder. Ab Sonntag, 6. Februar, gelten unter anderem die bei Urlauberinnen und Urlaubern beliebten Kapverden, Botsuana und Ghana nicht mehr als Hochrisikogebiete. Nur noch wenige afrikanische Länder verbleiben auf der Liste, darunter Ägypten, Marokko und Tunesien.

Reisewarnung wird aufgehoben

Mit der Aufhebung des Risikostatus fällt auch die coronabedingte Reisewarnung. Ab Sonntag gelten damit auch keine strengen Einreiseregeln mehr für Reiserückkehrerinnen und Reiserrückkehrer.

Diese Gebiete gelten nicht mehr als Hochrisikogebiete

  • Äquatorialguinea
  • Äthiopien
  • Benin
  • Botsuana
  • Burkina Faso
  • Cabo Verde (Kapverden)
  • Côte d‘Ivoire
  • Die Demokratische Republik Kongo
  • Dschibuti
  • Eritrea
  • Gabun
  • Gambia
  • Ghana
  • Guinea
  • Guinea-Bissau
  • Kamerun
  • Die Komoren
  • Liberia
  • Mali
  • Mauretanien
  • Mosambik
  • Niger
  • Nigeria
  • Die Republik Kongo
  • Sao Tomé und Principe
  • Senegal
  • Sierra Leone
  • Somalia
  • Sudan
  • Südsudan
  • Togo
  • Tschad
  • Die Zentralafrikanische Republik

Neue Hochrisikogebiete

  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Die Palästinensischen Gebiete

Armenien, Aserbaidschan sowie die Palästinensischen Gebiete werden hingegen wegen der verschlechterten Corona-Lage hochgestuft. Das bedeutet: Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer müssen in Deutschland für bis zu zehn Tage in Quarantäne, wenn sie weder geimpft noch genesen sind. Erst ab dem fünften Tag ist ein Freitesten möglich. Für Kinder bis sechs Jahre endet die Quarantäne automatisch nach dem fünften Tag.

Die Quarantänepflicht bei der Rückreise aus einem Hochrisikogebiet betrifft aber mittlerweile nur noch einen kleinen Teil der deutschen Reisenden. Aktuell sind rund 74 Prozent der Deutschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, knapp 52 Prozent haben bereits eine Auffrischimpfung erhalten. Und wer geimpft oder genesen ist, muss nicht in Quarantäne.

Regeln für die Einreise in Deutschland

Für die Einreise nach Deutschland gilt generell die 3G-Regel: Reisende müssen den Nachweis über eine Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test bei sich führen. Für die Einreise aus Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten gelten verschärfte Regeln:

Registrierung: Reisende, die aus Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten zurückkehren, müssen vor Einreise die digitale Einreise­anmeldung ausfüllen. Getestete, vollständig Geimpfte und Genesene können dort auch ihren Test-, Impf- oder Genesenennachweis hochladen.

Quarantänepflicht: Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und weder geimpft noch genesen ist, muss in Deutschland für bis zu zehn Tage in Quarantäne. Ein Freitesten ist ab Tag fünf möglich. Auch Kinder müssen in Isolation – allerdings endet diese für unter Sechsjährige automatisch nach dem fünften Tag. Wer aus einem Virusvariantengebiet einreist, muss für 14 Tage in Quarantäne. Es gelten keine Ausnahmen für Geimpfte, Genesene oder Kinder.

Corona-Testpflicht: Wer aus einem Virusvariantengebiet einreist, muss unabhängig vom Impfstatus noch vor dem Einsteigen in einen Flieger einen negativen PCR-Test vorweisen. Das gilt auch für gegen Corona Geimpfte und Genesene. Auch nach der Ankunft können weitere PCR-Tests durch das Gesundheitsamt am Flughafen oder am Ort der Quarantäne angeordnet werden, heißt es vom Bundesgesundheitsministerium. Bei der Einreise aus einem Hochrisikogebiet reicht ein 3G-Nachweis (Impfung, Genesung oder Corona-Test). Ein Antigenschnelltest darf maximal 24 Stunden alt sein, ein PCR-Test 72 Stunden. Kinder unter sechs Jahren sind von der Nachweispflicht befreit.

Die aktuelle Liste der Hochrisikogebiete

  • Afghanistan
  • Ägypten
  • Albanien
  • Algerien
  • Andorra
  • Antigua und Barbuda
  • Argentinien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Australien
  • Bahamas
  • Bahrain
  • Bangladesch
  • Barbados
  • Belarus
  • Belgien
  • Belize
  • Bhutan
  • Bolivien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Brasilien
  • Bulgarien
  • Chile
  • Costa Rica
  • Dänemark inklusive der Färöer und Grönland
  • Dominica
  • Dominikanische Republik
  • Ecuador
  • Estland
  • Fidschi
  • Finnland
  • Frankreich und die folgenden Übersee-Departements und Überseegebiete gelten als Hochrisikogebiete: Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, Neukaledonien, Réunion, St. Martin, St. Barthélemy, St. Pierre und Miquelon
  • Georgien
  • Grenada
  • Griechenland
  • Guatemala
  • Guyana
  • Haiti
  • Indien
  • Irak
  • Irland
  • Island
  • Israel
  • Italien
  • Jamaika
  • Japan
  • Jemen
  • Jordanien
  • Kanada
  • Kasachstan
  • Katar
  • Kirgisistan
  • Kolumbien
  • Korea (Demokratische Volksrepublik)
  • Kosovo
  • Kroatien
  • Kuba
  • Kuwait
  • Laos
  • Lettland
  • Libanon
  • Libyen
  • Liechtenstein
  • Luxemburg
  • Litauen
  • Madagaskar
  • Malediven
  • Malta
  • Marokko
  • Mexiko
  • Moldau, Republik
  • Monaco
  • Mongolei
  • Montenegro
  • Nepal
  • Niederlande und alle überseeischen Teile des Königreichs der Niederlande gelten als Hochrisikogebiete: Aruba, Bonaire, Curaçao, St. Eustatius, Saba, St. Martin
  • Nordmazedonien
  • Norwegen
  • Oman
  • Österreich mit Ausnahme der Gemeinden Mittelberg und Jungholz und dem Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee
  • Pakistan
  • Palästinensische Gebiete
  • Palau
  • Panama
  • Paraguay
  • Papua-Neuguinea
  • Peru
  • Philippinen
  • Polen
  • Portugal inkl. der Azoren und Madeira
  • Rumänien
  • Russische Föderation
  • San Marino
  • Saudi-Arabien
  • Schweden
  • Schweiz
  • Serbien
  • Seychellen
  • Singapur
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien inkl. der Balearen und Kanarischen Inseln
  • St. Kitts und Nevis
  • St. Lucia
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Suriname
  • Syrische Arabische Republik
  • Tadschikistan
  • Trinidad und Tobago
  • Tschechische Republik
  • Tunesien
  • Türkei
  • Turkmenistan
  • Ukraine
  • Ungarn
  • Uruguay
  • Usbekistan
  • Venezuela
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete
  • Vereinigte Staaten von Amerika
  • Vietnam
  • Zypern

RND

Der Artikel "Keine Reisewarnung mehr: RKI streicht 33 Länder von Hochrisikogebiete-Liste" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland