Markus Weßling ist Redakteur im Ostvest. © ANDREAS KALTHOFF
Meinung

Gebühren-Entlastung: Ostvest-Bürger sollten sich nicht zu früh freuen

Gebühren-Entlastung: Das klingt gut für die Bürger in Waltrop, Datteln und Oer-Erkenschwick. Aber die fehlenden Einnahmen der Städte müssen dann woanders herkommen. Letztlich auch von den Bürgern.

Wenn man in einer armen Kommune lebt wie in Waltrop, Datteln oder Oer-Erkenschwick, dann sollte man sich über ein Urteil zur Gebühren-Entlastung nicht zu früh freuen. Denn anders als wohlhabende Gemeinden (die soll es ja durchaus auch in NRW geben) können die Ostvest-Städte die Minder-Einnahmen nicht mal so eben kompensieren. Wenn sie per Gerichtsurteil gesagt bekommen, dass ihnen bis zu eine Million Euro entgeht, gibt es für sie drei Möglichkeiten: Erstens, wieder mal den Gürtel enger schnallen. Sprich: Nach Einspar-Potenzial im Haushalt suchen, das idealerweise die Bürger möglichst wenig trifft. „Viel Spaß dabei“, möchte man den Kämmerern sarkastisch zurufen, die in Wahrheit nicht zu beneiden sind. Datteln hat schon gesagt: Das wird bei uns nicht klappen.

Die Schere geht weiter auseinander

Über den Autor
Redakteur
Geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen-Buer, studiert in Bochum und Dublin. Wollte seit dem Schülerpraktikum in der achten Klasse nie etwas anderes werden als Journalist. Als freier Mitarbeiter seit dem 14. Lebensjahr eifrig darauf hin gearbeitet, den schönsten Beruf der Welt zu ergreifen. Dann in Osthessen zur Redakteursausbildung. Im Jahr 2006 von Osthessen ins Ostvest. Tief eingeatmet und mit Westernhagen gesagt: “Ich bin wieder hier, in meinem Revier.” Das geliebte Ruhrgebiet, das Ostvest, auch und gerade das kleine Waltrop: Fundgruben für Geschichten, die erzählt werden wollen. Immer wieder gerne.
Zur Autorenseite
Avatar

Der Abend in Recklinghausen

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.