Vor zehn Jahren in Waltrop Die FDP stellt die Gesamtschule in Frage

Redakteur
Dr. Heinz-Josef Mußhoff, Ratsherr Waltrop
Dr. Heinz-Josef Mußhoff (FDP), bis heute in der Lokalpolitik Waltrops aktiv, stellte vor zehn Jahren mit Dr. Jens Jordan „Leitlinien“ zur Waltroper Schulpolitik vor. © Kalthoff
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Heute ist das Nebeneinander von Gymnasium, Real- und Gesamtschule in Waltrop allgemein akzeptiert. Vor zehn Jahren sah das noch anders aus. Am 6.12.2012 berichtete diese Zeitung: „Am Theodor-Heuss-Gymnasium und an der Städtischen Realschule gibt es mittelfristig nichts zu rütteln. Nachdenken müsse man aber womöglich darüber, die Gesamtschule in eine Sekundarschule umzuwandeln. Das ist – grob gesagt – die Marschrichtung des FDP-Stadtverbandes in der Planung für die weiterführenden Schulen.“

Der Elternwille sollte entscheiden

Die Schulkommission wollte kurz darauf wieder über den neuen Schulentwicklungsplan für die Zeit bis 2020/2021 beraten. Unabhängig von dieser mit Ratsvertretern und Verwaltungsmitarbeitern besetzten Runde, die nicht öffentlich getagt hat, hatte die FDP eigene „Leitlinien“ verfasst. Die stellten der Vorsitzende Dr. Jens Jordan und Heinz Josef Mußhoff im Gespräch mit der Waltroper Zeitung vor.

Die FDP wollte grundsätzlich an einem mehrgliedrigen Schulsystem festhalten: Eine Einheitsschule könne den individuellen Eigenarten von Schülerinnen und Schülern nicht gerecht werden. Welche Schule es angesichts sinkender Schülerzahlen am Ort geben wird, sollte für die FDP in erster Linie der Elternwille über die Anmeldezahlen von Kindern aus Waltrop entscheiden