Eichenprozessionsspinner

Noch keine Spur von haarigen Raupen

Stadt musste noch keine Nester entfernen. Das könnte mit der Witterung zusammenhängen.
Die Meisen gelten als natürliche Fressfeinde der Raupen. © FOTO (Archiv) Daniel Schwarzbäck

Ende April, Anfang Mai entwickeln die Raupen des Eichenprozessionsspinners gewöhnlich ihre Brennhaare, die bei Mensch und Tier Allergien auslösen können. In diesem Zuge hat die Stadt in den vergangenen Jahren gut zu tun gehabt, die Eichen von Nestern zu befreien. Anders sieht die Situation in diesem Jahr aus.

Wie Rathaussprecherin Anna Knopp mitteilte, gibt es aktuell noch keinen Befall von Bäumen durch den Eichenprozessionsspinner. Anna Knopp: „Das könnte an den tiefen Wintertemperaturen im Zusammenhang mit Tief ,Tristan‘ Anfang Februar und den bis zu minus 15 Grad liegen, unter deren Einfluss möglicherweise einige Gelege auf der Rinde der Bäume erfroren sind.“ Möglich sei aber auch, dass der überdurchschnittlich kalte April, in dem die Eichen noch kein Blattwerk entwickelten, von dem sich die Raupen ernähren, Grund dafür ist.

1793 Bäume zuletzt befallen

Die Stadt war in den vergangenen Jahren oft im Einsatz, um Bürger vor den Folgen der Brennhaare zu warnen und Eichen von Nestern zu befreien. Im vergangenen Jahr sind im Stadtgebiet 1793 Bäume von Spinnern befallen gewesen. Als präventive Maßnahme hat die Stadt 2020 insgesamt 100 Nistkästen installiert. Der Grund: Alle insektenfressenden Vögel, vor allem die Meisen und Haussperlinge sind natürliche Fressfeinde der Raupen und verfüttern die eiweißhaltige Nahrung an ihre Jungen.

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