Drei Projekte ausgezeichnet Stadt und Westenergie verleihen Klimaschutzpreis

Eine Gruppe von Menschen steht auf den Treppenstufen vor dem Recklinghäuser Rathaus.
Drei Projekte wurden mit dem diesjährigen Klimaschutzpreis ausgezeichnet. © Stadt RE
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Projekte, die für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt sensibilisieren – die sind beim Westenergie-Klimaschutzpreis gefragt. Seit 2004 wird er verliehen, um das zum Teil ehrenamtliche Engagement in und für Recklinghausen zu würdigen. Der Preis ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert. Nun stehen die Gewinner fest.

Den ersten, mit 2500 Euro ausgezeichneten Platz, belegte in diesem Jahr die Technik-AG der Maristenschule. Diese entwickelte ein Hinweisgerät zur Kontrolle von Raumtemperatur und CO2-Gehalt.

Das Gerät kann in Klassenräumen angebracht werden und zeigt per Ampel an, wann Zeit zum Lüften ist. Beim Überschreiten eines Grenzwertes erklingt ein Alarmton. Die Jury war der Meinung, dass dieses Projekt mit seinem sehr praktischen Ansatz den ersten Preis verdient hat.

Lothar Schmeller für Online-Nachhaltigkeitsfrühschoppen ausgezeichnet

Den zweiten, mit 1500 Euro dotierten Platz erreichte Lothar Schmeller mit seinem Online-Nachhaltigkeitsfrühschoppen (ONF). Die Tatsache, dass hier Bildung und Nachhaltigkeit geschickt miteinander verknüpft werden, freute die Jury.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine digitale Webinar-Veranstaltung, die sich mit den 17 Zielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zum Thema nachhaltiger Entwicklung beschäftigt. Mit dem Online-Angebot, das alle zwei Wochen sonntags stattfindet, möchte Schmeller zeigen, wie Bürger die Ziele mit einfachen Mitteln im Alltag umsetzen können.

Schulbauern- und Naturschutzhof bereits seit 1980ern aktiv

Den dritten Platz, der mit 1000 Euro dotiert ist, belegt in diesem Jahr der Schulbauern- und Naturschutzhof. Seit der Gründung Mitte der 1980er-Jahre bietet der Hof Naturkunde, Handwerk, Tierpflege und vieles mehr. Neueste Idee des Leiters Berthold Kalverkamp ist der Bau eines Holz-Lehm-Stroh-Hauses, das in Eigenbauweise erstellt werden soll.

Es bildet das zentrale Element eines Projekts, an dem am Ende das gesamte Gelände samt technischen Geräte autark und mit regenerativen Energien betrieben wird. Hierbei handelt es sich, so die Juryentscheidung, um ein sehr praktisch angelegtes Projekt. Für drei weitere eingereichte Projekte gab es zudem Anerkennungspreise in Form von Insektenhotels.

„Ich freue mich, heute Initiativen mit dem Westenergie-Klimaschutzpreis auszuzeichnen, die mit ihrem vielseitigen Engagement Großartiges für den Natur- und Umweltschutz in Recklinghausen leisten“, sagte Markus Droste.