CDU

Neuer Themenschwerpunkt der CDU: Wüst zeigt sich optimistisch

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat nach einer Klausurtagung der CDU einen neuen Themenschwerpunkt der Partei vorgestellt. Die CDU gehe gestärkt in das neue Jahr, so Wüst.
Hendrik Wüst (CDU, l), Ministerpräsident und Vorsitzender der CDU in Nordrhein-Westfalen, und der designierte CDU-Bundesparteivorsitzende Friedrich Merz (r). © picture alliance/dpa

Die CDU will sich in der Corona-Pandemie künftig besonders um die Belange, Sorgen und Nöte von Kindern und Jugendlichen kümmern. Das kündigte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, am Samstag (8.1.) bei einer gemeinsamen Klausur der NRW-CDU mit den Partei-Spitzen des Europaparlaments, dem Bundestag sowie dem designierten Bundesvorsitzenden Friedrich Merz in Düsseldorf an.

Die Frage, welche Auswirkungen die Pandemie für Kinder und Jugendliche habe, ist nach den Worten von Wüst eine zentrale bei dem Treffen gewesen. „Welche Folgen hat die Pandemie, haben die Einschränkungen durch die Pandemie für die Kinder und junge Leute?“

Externe Expertin für Kinderpsychologie eingeladen

Zu diesem Thema habe man Silvia Schneider als Expertin zur Klausur eingeladen. Schneider ist Professorin für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie und Leiterin des Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit an der Ruhr-Universität Bochum. Sie habe ihre Sicht der Dinge dargestellt.

„Frau Professor Schneider hat uns sehr profund dargelegt, welche Auswirkungen die Einschränkungen für Kinder und Jugendliche, für die Psyche von Kindern und Jugendlichen haben“, sagte Wüst, der zahlreiche „negative Folgen“ aufzählte: „Schulprobleme, weniger Sozialkontakte, auch mehr Streit in den Familien durch den Druck, der dort entsteht. Mehr Anzeichen auf Kindeswohlgefährdung usw. bis hin zu einem Anstieg von Suizid-Gedanken bei Kindern und jungen Leuten.“

Dies mahne, „auch in den nächsten Wochen klare Prioritäten zu setzen, die Schulen, die Kindertagesstätten aufzuhalten“, sagte Wüst weiter. Man wolle Kindern „möglichst viel Normalität gewährleisten“ und diese Infrastruktur so lange aufhalten wie es eben geht. „Das war ein ganz wichtiger Punkt.“

Wüst: CDU ist „einig, geschlossen und stark“

Wüst sieht die Partei gestärkt ins Jahr 2022 gehen: „Die Diskussionen der letzten Monate und Wochen haben gezeigt, die CDU in Nordrhein-Westfalen ist einig, geschlossen und stark.“ Die Bundes-CDU sieht er vor einem Neustart: „Übernächstes Wochenende ist der Bundesparteitag, auf dem Friedrich Merz zum Bundesvorsitzenden gewählt wird. Wir werden noch einen Fahrplan zur Landtagswahl besprechen. Im April starten wir dann in den Landtagswahlkampf“, kündigte Wüst an. Die Landtagswahl in NRW findet am 15. Mai 2022 statt. Ziel der CDU ist es, in Laschet-Nachfolger Wüst wieder den Ministerpräsidenten zu stellen.

Merz kündigt inhaltliche Neuaufstellung an

Als Klausur-Gast habe er skizziert, wie er sich die kommenden zwei Jahre vorstelle, sagte Merz: „Es geht natürlich auch um die personelle, organisatorische und inhaltliche Neuaufstellung der CDU.“

Bei der inhaltlichen Neuaufstellung nannte Merz drei zentrale Themen: „Einmal das Thema Zukunft der sozialen Marktwirtschaft in Zeiten des Klimawandels. Zweites Thema: Innere und äußere Sicherheit in Zeiten zunehmender Bedrohungen. Und das dritte Thema, und das empfinde ich als das für uns schwierigste, das uns wahrscheinlich länger beschäftigen wird, ist das Thema soziale Gerechtigkeit in Zeiten des demografischen Wandels.“

Man sei gut in das Jahr 2022 mit vier Landtagswahlen gestartet, sagte Merz weiter: „Aber das Jahr 2022 wird für uns ein anspruchsvolles, ein herausforderndes Jahr. Ich freue mich, dass ich eine geschlossene Landespartei der CDU Nordrhein-Westfalen auf meiner Seite weiß.“

dpa

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