Kriminalität

Tod nach Flaschenangriff in Altstadt: 19-Jähriger verblutet

Nach einer Auseinandersetzung in der Düsseldorfer Altstadt ist ein junger Mann gestorben. Nach dem Täter wird noch gesucht. Die Stadt will nun verstärkte Sicherheitsmaßnahmen treffen.
Kerzen stehen am Tatort am Düsseldorfer Burgplatz. © Oliver Berg/dpa

Nach einer tödlichen Auseinandersetzung in der Düsseldorfer Altstadt ist das Opfer am Mittwoch obduziert worden. Laut Staatsanwaltschaft starb der 19-Jährige an einem „hochgradigen Blutverlust“ durch eine Stichverletzung am Herz.

Der junge Mann war in der Nacht zum Samstag (16.10.) mit einer abgebrochenen Flasche attackiert und schwer verletzt worden. Er starb am Dienstagnachmittag (19.10.) in der Klinik. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags. Vom Täter fehlt laut Polizei bislang jede Spur.

Oberbürgermeister Keller: „Ich bin fassungslos“

Der Tatort am bekannten Düsseldorfer Schlossturm am Burgplatz lag nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft außerhalb der polizeilichen Videoüberwachung in der Altstadt. Nach einer größeren Schlägerei zwischen zwei Gruppen meldeten Zeugen den verletzten Mann. Der Täter flüchtete laut Polizei in unbekannte Richtung. Eine Mordkommission mit dem Namen „Schlossufer“ ermittelt und sucht nach Zeugen.

Die „Bild“-Zeitung berichtete am Mittwoch mit Bezug auf die Mutter des Opfers, dass die Jacke des jungen Mannes verschwunden sei – samt Handy. Die Staatsanwaltschaft wollte das auf Anfrage nicht bestätigen.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) äußerte sich am Mittwoch bestürzt über den Vorfall: „Ich bin fassungslos über diese Gewalttat, die zum Tod eines jungen Menschen geführt hat. Mein Beileid und meine Gedanken gelten den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen in dieser schweren Stunde.“

Polizei will Altstadt besser überwachen

Keine 48 Stunden vor der blutigen Auseinandersetzung hatte Keller bei einer Pressekonferenz unweit des Tatorts ein neues Sicherheitskonzept für die Altstadt vorgestellt. Unter anderem soll die Rheinpromenade besser ausgeleuchtet werden – nachdem es dort an Wochenenden immer wieder zu Schlägereien gekommen war. Die Polizei hatte jüngst die Videoüberwachung in der Altstadt verstärkt und weitere Kameras in Betrieb genommen.

Die Düsseldorfer Altstadt – wegen ihrer vielen Kneipen auch „Längste Theke der Welt“ genannt – ist an Wochenenden ein Anziehungspunkt für Tausende Menschen. Inzwischen sind die meisten Läden wieder geöffnet, für Discos gelten wegen der Pandemie noch Zutrittsbeschränkungen. Der 19-Jährige war laut „Bild“-Zeitung aus dem 50 Kilometer entfernten Bottrop angereist, um mit Freunden in der Altstadt zu feiern.

dpa

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