Protest gegen Corona-Maßnahmen

Autokorso rollt lautstark durch Recklinghäuser Stadtteile

Ganz so sperrig wie angekündigt war der „2. Autokorso Recklinghausen“ am Sonntag nicht. In nur etwa 75 von rund 170 angekündigten Fahrzeuge protestierte man gegen Corona-Maßnahmen.
Am Sonntag demonstrierten die Teilnehmenden des "2. Autokorso Recklinghausen" gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung, hier am Wallring. © Tobias Mühlenschulte

Auf einer 33 Kilometer langen Route fuhren die Teilnehmer der von einer Privatperson angemeldeten Demonstration durch weite Teile der Stadt. Darunter waren viel befahrene Straßen wie die Wälle. In den Fahrzeugen saßen nach Polizei-Schätzungen knapp 200 Teilnehmer, die ihrem Unmut über die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung mal mehr, mal weniger laut und offenkundig Ausdruck verliehen.

„Spahn in den Knast, Drosten in den Knast“, kam da etwa aus den auf die Autos geschnallten Lautsprechern. Von der „Merkel-Herrschaft“ war in den Durchsagen zu hören, die Forderung „Schluss mit dem Lockdown“ hallte musikalisch aufbereitet über die Wälle. Optisch reichten die Forderung auf den Transparenten von gemäßigten Aussagen wie „Existenzen retten – Lockdown beenden“ bis zur Behauptung „Die Impfung ist Gen-Therapie“.

Sperriger Titel

Sehr wohl sperrig war der Titel der Kundgebung, die sich um 15 Uhr auf dem Parkplatz des Adler-Geländes an der Herner Straße in Bewegung gesetzt hatte: „Protest gegen die Abschaffung elementarer Grundrechte und der föderalistischen Grundzüge der Bundesrepublik Deutschland mit Hilfe einer politisch behaupteten aber wissenschaftlich höchst zweifelhaften pandemischen Lage nationaler Tragweite.“

Zwischenfälle registrierte die Polizei zunächst nicht.

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